Nachhaltig sanieren – für unsere Umwelt.

Sanierung

Die Roche Pharma AG nimmt ihre Verantwortung wahr. Sie setzt sich eigenständig für eine nachhaltige Sanierung des westlichen Teils der Altablagerung Kesslergrube (Perimeter 1 und Teile von Perimeter 3) ein. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben muss die Sanierungsmethode dabei den Kriterien Eignung, Wirksamkeit, Effektivität und Verhältnismäßigkeit sowie Umweltverträglichkeit gerecht werden.

Ablauf der Sanierung des Perimeters 1

Die Situation vor der Sanierung.

Unterteilung der Altablagerung Kesslergrube in die Perimeter 1, 2 und 3

Die Vorbereitungs- und Rodungsarbeiten werden ausgeführt. Der angrenzende, nordwestliche Teil von Perimeter 3 (3 NW) wird in die Sanierung von Perimeter 1 miteinbezogen. Eine Umfahrungsstraße für den zu sperrenden Salzländeweg wird erstellt.

Eine Baugrubenumschliessung und eine in den Rhein reichende Arbeitsplattform am Rheinuferweg mit einer vorgelagerten Schiffsanlegestelle werden erstellt. Container für ein Besucherzentrum und für die Bauleitung und Unternehmer werden aufgestellt und eingerichtet.

Die Einhausung des Ausgrabungsbereichs und der im Innern herrschende Unterdruck verhindern Emissionen. Auftretende Schadstoffe werden aus der Abluft entfernt mittels einer Abluftreinigungsanlage. Zudem wird mit der Einhausung sichergestellt, dass das Oberflächenwasser in keinen Kontakt mit den Abfällen kommt.

Es werden zwei voneinander getrennt arbeitende Wasserreinigungsanlagen installiert; die mehrstufige Grundwasserreinigungsanlage behandelt das belastete Grundwasser.

Eine Schiffsanlegestelle wird erstellt. Diese kann für den Abtransport der gasdichten und havariesicheren Spezialcontainer und für die Anlieferung von sauberem Bodenmaterial genutzt werden.

Ab Herbst 2017 wird ein Großteil der gasdichten und havariesicheren Spezialcontainer über den Schiffsanleger per Schiff von der Baustelle zu einem naheliegenden Bahnterminal abtransportiert. Von dort aus gelangen sie per Bahn zu den vorgesehenen Entsorgungsanlagen zur thermischen Behandlung.

Die Anlieferung des sauberen Bodenmaterials für die Auffüllung der Grube erfolgt per Schiff oder per LKW.

Die Grube wird komplett mit sauberem Bodenmaterial aufgefüllt.

Der Sanierungsaushub kann voraussichtlich bis 2020 abgeschlossen werden. Nach Abschluss aller Maßnahmen soll der komplett sanierte Perimeter einer gewerblich-industriellen Nachnutzung zugeführt werden.


Die Entfernung des Deponiematerials erfolgt unter einer Einhausung. Neben dem Abfallmaterial entfernt Roche auch den belasteten Untergrund vollständig bis in das Grundwasser. Die Abfälle und belasteten Böden werden konditioniert und in Spezial-Transportcontainern zur thermischen Entsorgung transportiert.

Die Altlastenbewertungskommission stimmte der Sanierungsvariante im März 2013 zu und bewertete diese als zielführend, rechtmäßig und genehmigungsfähig. Im November 2014 erfolgte die Genehmigung des Sanierungsplanes durch die zuständige Behörde, dem Landratsamt Lörrach.

Mit einer sorgfältigen und schrittweisen Planung gewährleistet Roche eine sichere und effiziente Durchführung der komplexen Sanierung. Roche hat sich zudem für ein zusätzliches Engagement auf dem angrenzenden Teil von Perimeter 3 entschieden. Ein Teil von Perimeter 3 wird in die Sanierung von Perimeter 1 miteinbezogen und in der gleichen Art saniert. Die Roche Pharma AG bemüht sich darum, mit ihren eigenständigen und unabhängigen Sanierungsmaßnahmen Immissionen auf Mensch und Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Die Sanierung soll so rasch als möglich erfolgen, eine qualitativ einwandfreie Durchführung hat jedoch Priorität.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll der Perimeter 1 einer mit den Anspruchsgruppen abgestimmten Nachnutzung zugeführt werden. Roche wird dazu ein Standort-Nachnutzungskonzept erarbeiten.
Die Roche Pharma AG finanziert ihre Sanierungsmaßnahmen eigenständig und unabhängig.